vom 30. April 1999 bis 02. Mai 1999
| Die Tour nach Angeles City sollte am Anfang unseres Urlaubs stehen. Mit uns auf der Reise waren diesmal unsere Freunde Florian, Matthias und Michael. Von Frankfurt aus flogen wir so gegen 22 Uhr mit der Deutschen Lufthansa ab. Nach einem anstrengenden zwölfstündigen Flug landenten wir am folgenden Tag um etwa 16:30 Uhr Ortszeit in Manila. Glücklicherweise war zu dieser Zeit am Ninoy Aquino International Airport (NAIA) nur wenig Betrieb, so daß wir bei Immigration und Gepäckausgabe kaum Zeit verloren. Noch im Flughafen tauschte jeder von uns einen Reisescheck, um für die nächste Zeit mit ausreichend Bargeld versorgt zu sein. Danach verließen wir das Terminal und uns wurde klar, daß nun schwierige Verhandlungen mit einigen Taxifahrern vor uns lagen, schließlich wollten wir möglichst günstig nach Angeles City (etwa zweieinhalb Stunden nördlich von Manila) kommen. Nachdem wir einen einigermaßen akzeptablen Fahrpreis vereinbart hatten, machten wir uns mit einem klimatisierten Kleinbus auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, daß wir unser Ziel nicht zur geplanten Zeit erreichen würden: Es war Freitag Nachmittag und in Manila war der absolute Mega-Stau - nichts ging mehr. Drei Stunden später wurden wir langsam nervös, da wir uns immer noch in der Hauptstadt befanden. Der Taxifahrer fuhr eine Abkürzung nach der anderen und wir fragen uns heute noch, ob das damals sinnvoll war. Als wir auf einen Highway kamen, regte sich dann endlich auch einmal die Tachonadel im Taxi und wir erreichten Angeles City nach insgesamt sechs Stunden Fahrt um ca. 23 Uhr. |
| Nach 15 Minuten Fußmarsch mußten wir feststellen, daß
jeder schon eine seiner Wasserflaschen gelöscht hatte, was bei dieser Gluthitze durchaus
verständlich war. Die Sonne stand zu dieser Zeit fast senkrecht am Himmel, wir hatten
keine Möglichkeit in den Schatten zu fliehen und unser Begleiter gab gnadenlos das
Marschtempo vor. Erschöpft und gleichzeitig überwältigt waren wir, als wir nach einer
knappen Stunde den oberen Rand der Canyons erreichten: Vor uns lagen gigantische
Felsschluchten, die schier endlos zu sein schienen. Diese fantastische Aussicht nutzten
wir, um ein paar Fotos zu machen und leerten eine weitere Flasche Wasser. Es war kaum
vorstellbar an dieser Stelle einen Abstieg in die Schlucht zu wagen, doch genau das hatte
unser Guide mit uns vor. Da wir die Tour an dieser Stelle nicht abbrechen wollten, fügten
wir uns dem Schicksal und begannen mit zitternden Knien langsam den Abstieg. Nur ein
falscher Schritt hätte das Ende bedeuten können. Vorsichtig setzten wir einen Fuß vor
den anderen, versuchten zusätzlich mit den Händen an Felsvorsprüngen Halt zu finden und
hielten einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Vordermann. Etwa eine halbe Stunde
später erreichten wir die Talsohle des Canyons. Glücklicherweise hatte sich niemand bei
dem Abstieg in die ca. 100 Meter tiefe Schlucht verletzt und so konnten wir die
Trekkingtour nach einer kurzen Verschnaufpause fortsetzen. Vor uns lag nun etwas
leichteres Gelände, wir wateten durch einen Flußlauf und genossen den Schatten, den uns
die hohen Felswände spendeten. Unser Ziel war eine kalte Quelle, zu der wir nach einer
weiteren Stunde Fußmarsch gelangten. An diesem Platz verweilten wir eine ganze Zeit,
erfrischten uns in dem eiskalten Wasser und nutzen die Gelegenheit für einige
Fotoaufnahmen. Inzwischen war es fast drei Uhr nachmittags und wir beschlossen einstimmig
uns auf den Rückweg zu machen. Dieser fiel uns wesentlich leichter, da die Temperatur auf
ein erträgliches Niveau gesunken war.
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| Am nächsten Morgen standen wir frühzeitig auf, um vor unserer Abreise nach Manila noch in Ruhe frühstücken und im Hotel auschecken zu können. Der Fahrer des bereits am Vortag gebuchten Airport-Transportation-Services war überpünktlich, die Koffer waren schon gepackt und so fuhren wir planmäßig um kurz nach neun aus Angeles City ab. Anders als auf dem Hinweg kamen wir ohne nennenswerte Verzögerungen nach nur zweieinhalb Stunden in Manila an. Von dort aus sollte es dann gleich im Anschluß zu unserer nächsten Zwischenstation gehen: Busuanga Island im Norden der Insel Palawan (siehe hierzu auch Reisebericht Busuanga Island). |