Philippineninfo - Philippinen Reiseberichte und Informationen

Menu:

Last Update:
September 2010

Reisebericht Busuanga Island - Philippinen

vom 02. Mai 1999 bis 06. Mai 1999

Die Anreise
Die Unterkunft - das Kokosnuss Resort
Hot Springs - ein Ausflug zu den heißen Quellen
Coron Island - ein Ausflug zu einer traumhaften Insel
Mabentangen Forest Park - ein Ausflug in den Dschungel

Die Rückreise


Die Anreise

Nach einem Kurztrip zum Vulkan Pinatubo und den damit verbundenen zwei Nächten in Angeles City (siehe hierzu auch Reisebericht Angeles City), machten wir fünf uns rechtzeitig mit einem Großraum-Taxi auf den Weg zum Domestic Airport nach Manila, um zunächst unsere hinterlegten Tickets für den Flug von Manila nach Busuanga und zurück abzuholen. Da wir aus eigener Erfahrung wußten, daß die Inlandsflüge auf den Philippinen häufig frühzeitig ausgebucht sind, hatten wir die Tickets bereits in Deutschland über das Internet bei der Airline Asian Spirit gebucht und per Auslandsüberweisung bezahlt.


Bis hierhin hatte auch alles wunderbar geklappt, doch wie befürchtet, sollten nun die Probleme beginnen: Vor dem Asian Spirit check-in counter standen eine Hand voll ausgewachsene Europäer mit jeweils 25kg Gepäck. Uns war bereits bekannt, daß für den auf dieser Strecke eingesetzten Flieger (LET-410 Turbolet) nur zehn Kilo Freigepäck pro Person zugelassen sind, dachten aber, diese Schwierigkeit mit ein paar Peso überwinden zu können. Nach heftigen Diskussionen mit einem Airline-Angestellten war uns am Ende klar, daß unsere Habseligkeiten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht komplett die Reise mit uns antreten werden.
Begeistert bezahlten wir nun die neu eingeführte 100P Airport-Tax und begaben uns in die überfüllte Abflughalle, um in den nächsten anderthalb Stunden die eine oder andere Zigarette zu genießen. Fast pünktlich wurde unsere Maschine aufgerufen und schon kurze Zeit später standen wir dem antiken Fluggerät gegenüber. Gelassen nahmen wir unsere Plätze in dem 19-Sitzer ein und dachten uns ganz nach philippinischem Brauch: "God bless our trip". Sichtlich erleichtert waren wir, als der im Hawaii-Hemd bekleidete Pilot nach einer ruhigen Stunde Flug sicher auf einer Schotterpiste auf Busuanga landete.


Mit etwas weichen Knien stiegen wir aus der Maschine, machten noch schnell ein paar Fotos und begaben uns dann erwartungsvoll zu der Flughafenhütte, um unser Gepäck entgegenzunehmen. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, daß zwei von unseren Gepäckstücken fehlten - und wen wundert es, wir waren nicht die einzigen mit diesem Problem. Nachdem man uns ausdrücklich versichterte, die fehlenden Koffer am folgenden Tag nachzuschicken, machten wir uns auf den Weg zum wartenden Jeepney.
Unser Ziel stand bereits fest: Das Kokosnuss Resort in der Stadt Coron. Die überaus staubige Fahrt dorthin führte uns durch eine herrlich einsame Landschaft. Nach einer guten Stunde setzte uns der Fahrer direkt am Resort ab, wir bezahlten den festgesetzten Fahrpreis von 100 Peso pro Person und freuten uns nach allen Strapazen auf ein kaltes Bier.

 

[-> Seitenanfang]

 

Die Unterkunft - das Kokosnuss Resort

Das Kokosnuss Resort machte sofort einen sehr guten Eindruck auf uns. Wir wurden herzlich von Jörg, dem Sohn des Inhabers Rudolf Weih aus Deutschland begrüßt und berichteten ihm von unserer anstrengenden Reise. Ein paar Bierchen später führte er uns durch die großzügige Anlage und zeigte uns die noch freien Cottages. Da wir sehr müde waren, entschlossen wir uns, den Rest des Tages in der Resort-Anlage zu verbringen und früh ins Bett zu gehen. Aus letzterem wurde jedoch nichts: Der philippinische Tanduay-Rum setzte ungeahnte Kräfte frei. Nach einem  ausgezeichneten Dinner erzählten wir bis spät in die Nacht hinein und besprachen mit Jörg das Programm für die folgenden Tage.

 

[-> Seitenanfang]

 

Hot Springs - ein Ausflug zu den heißen Quellen

Der zweite Tag begann für uns nach nur vier Stunden Schlaf mit einem ausgiebigen Frühstück. Erstaunlicherweise hatte keiner von uns einen Hangover und so brachen wir halbwegs fit in Richtung Stadtmitte auf, um uns zwei Tricycles zu organisieren. Die Fahrt dauerte etwa 30 Minuten und war ein Abenteuer für sich. Nachdem wir mit den Fahrern vereinbart hatten, uns nach vier Stunden wieder abzuholen, bewältigten wir den Rest der Strecke zu Fuß - ein Durchkommen mit dem Tricycle war von da ab unmöglich.


Zehn Minuten später erreichten wir die heißen Quellen, zwei poolartig gemauerte Wasserbecken, in die permanent heißes klares Wasser aus den Bergen hineinläuft, um auf der anderen Seite wieder in das Meer abzufließen. Es kostete uns schon ein wenig Überwindung, bei den gegebenen Lufttemperaturen in dem noch heißeren Wasser zu baden und zu entspannen. Aber aufgrund der angeblich heilenden Wirkung des Wassers konnten wir es dort gut zwei Stunden aushalten. >

 

Da die Tricycle-Rider uns erst nach zwei weiteren Stunden abholen wollten, entschlossen wir uns kurzfristig einen Abstecher in das nahegelegene Fischerdorf zu machen. Als wir uns dem Dorf näherten, hörten wir plötzlich ein lautes Geschrei und beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Es stellte sich heraus, daß hier ein traditioneller Cockfight (Hahnenkampf) stattfand, bei dem zwei Hähne inmitten einer Menschentraube um ihr Leben kämpften. Nachdem der Verlierer feststand und die Gewinner ausbezahlt wurden, setzten wir unseren Trip fort und gelangten wenig später zum Marktplatz des Fischerdorfes.
Hier wurden wir von den erstaunten Einwohnern zunächst von oben bis unten gemustert. Die anfängliche Skepsis gegenüber uns "Langnasen" legte sich aber schnell als wir nach fünf kühlen Cokes fragten. Zu günstigsten Konditionen genossen wir das lauwarme Bonbonwasser und plauschten mit den Einheimischen, die uns mittlerweile am liebsten mit den Dorfschönheiten verkuppelt hätten. Dankend lehnten wir ab und erklärten, daß wir nun unsere Rückfahrt antreten müßten. Genau das taten wir auch und kamen nach einer knappen Stunde wieder in unserem Resort an. Dieses verließen wir am späten Abend noch einmal, um die nahegelegende Ortsdisco "MTV" (welch ein Name) zu besuchen.

 

[-> Seitenanfang]

 

Coron Island - ein Ausflug zu einer traumhaften Insel

Der dritte Tag begann für uns fast wie der zweite: Die Nacht endete nach nur vier Stunden Schlaf und es gab wieder keine Ausfälle zu beklagen. Die bereits organisierten Tricycles samt Fahrern warteten schon, um uns zum Hafen von Coron Stadt zu bringen, denn von dort aus sollte unsere Inselrundfahrt nach Coron Island beginnen. Dort angekommen, kletterten wir etwas umständlich vom Pier aus in das Auslegerboot. Mit uns an Bord: eine Box, randvoll mit kühlen Getränken und Sandwiches - die Tour konnte beginnen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichten wir bei schönstem Sonnenschein die Insel und machten einen ersten Zwischenstop an einem kleinen einsamen Strand, um zu schnorcheln. Anschließend ging es weiter zum saubersten See der Philippinen, dem Kayangan Lake auf Coron Island. Der Weg dorthin führte von der Küste aus über eine steile, in den Fels geschlagene Treppe und war sehr anstrengend, nicht zuletzt wegen der Zentonen von Mücken, die es auf uns abgesehen hatten. Am Fuße des tiefen Sees stürtzten wir uns völlig abgekämpft in das kühle Naß. Keiner von uns hatte jemals zuvor einen solch idyllischen Platz gesehen: absolute Stille und kristallklares Wasser, in dem sich die umgebene Landschaft mit den hohen Klippen widerspiegelte. Gerne hätten wir hier noch einige Zeit verbracht, aber leider zwang uns das volle Tagesprogramm zur Weiterfahrt. Die nächsten Stunden führten uns an der schroffen Felsenküste der Insel entlang, einem gigantischen Meisterwerk der Natur. Der Versuchung, noch ein letztes Mal in dem türkisen Wasser zu baden und zu schnorcheln, konnten und wollten wir nicht widerstehen. Am späten Nachmittag brachte uns der Bootsmann   zurück zur Stadt Coron, wir suchten uns zwei Tricycles und fuhren wieder zum Kokosnuss Resort. Dort ließen wir das Erlebte noch einmal Revue passieren, reduzierten den Rum- und Bierbestand des Hauses auf ein Minimum und müssen dann wohl so zwischen zwei und vier Uhr morgens unsere Cottages aufgesucht haben.

 

[-> Seitenanfang]

 

Mabentangen Forest Park - ein Ausflug in den Dschungel

Der vierte Tag begann für einige von uns erst am späten Vormittag, so daß nur noch Zeit für eine Halbtagestour blieb. Kurzfristig entschlossen wir uns, einen Ausflug in den tiefen Dschungel von Busuanga Island zu machen. Wieder einmal galt es, zwei Tricycles zu organisieren. Obwohl die Fahrer mit schwerem Gelände zu kämpfen hatten, schafften sie es dennoch, unser Zielgebiet in etwa 30 Minuten zu erreichen.Wir baten die Tricycle-Rider auf unsere Rückkehr zu warten und begannen die Expedition in die Wildnis.
Etwas unsicher auf den Beinen wateten wir voll konzentriert einen schmalen Fluß hinauf, denn keiner von uns wußte genau, welche Art von Getier hier sein zu Hause hatte. Außerdem beunruhigten uns die seltsamen und uns nicht vertrauten Geräusche von denen wir ständig begleitet wurden. Schließlich sollte es hier auch Schlangen und Affen geben.
Da wir ohne Schneidwerkzeug ausgerüstet waren und der Dschungel immer dichter wurde, mußten wir einsehen, daß es zwecklos war den Marsch fortzusetzen und kehrten um.
Nach ein paar Stunden Entspannung in der Resort-Anlage, verbrachten wir unseren letzten Abend noch einmal in der "MTV"-Discothek.Wir versuchten unseren Abschiedsschmerz zu lindern, und das halbe Personal war damit beschäftigt, uns ausreichend mit Rum-Coke zu versorgen. Routinemäßig und wiederholt angeschlagen gingen wir in den frühen Morgenstunden zu Bett.

[-> Seitenanfang]

 

Die Rückreise

Der letzte Tag begann alles andere als erfreulich, denn nun hieß es endgültig Abschied nehmen. Da wir am darauffolgenden Tag von Manila nach Boracay weiterreisen wollten, mußten wir uns diesmal der Beförderung all unserer Gepäckstücke sicher sein - schließlich haben wir aus den Erfahrungen bei der Anreise gelernt. Die Airline Asian Spirit wollte uns auch diesmal nacht garantieren, daß unsere Koffer mitgenommen werden. Deshalb entschieden wir uns für eine Alternative: Kurzerhand gaben wir das Gepäck bei der Fluggesellschaft Pacific Air mit der Vormittagsmaschine auf, um es später am Domestic Airport in Manila abzuholen.
Danach gab es nicht mehr viel zu tun. Wir packten frustriert unsere Koffer und baten Jörg, unsere Rechnung fertigzumachen. Letzteres schien nicht so einfach zu sein, denn dutzende Biere und unzählige Rum-Cokes mußten aufaddiert werden. Am Ende gaben wir ein gutes Trinkgeld, denn das hatten sie sich mehr als verdient. Selten sind wir so gut bedient und umsorgt worden wie hier im Kokosnuss Resort auf Busuanga Island.
Als gegen 14:00 Uhr der Jeepney hupte, drückte uns Rudolf schnell noch ein paar kühle San Miguel-Biere in die Hand, denn die Fahrt zum Airport wäre seiner Meinung nach "sehr lang und staubig".
Am Flughafen klappte alles reibungslos. Die Maschine startete pünktlich und wir hatten einen ruhigen Flug. In Manila angekommen, holten wir unser Gepäck vom Pacific Air Counter ab und nahmen uns ein Taxi zum La Corona Hotel.


[-> Seitenanfang]