Travelblog Palawan - Teil 1 / 28.11.2006
Puerto Princessa, Casa Linda Inn, Crocodile Farm
Anreise
Mit CEBU Pacific Airlines ging es für meine Frau, ihre Schwester und mich morgens um 8.00 Uhr in einem nagelneuen Airbus
A319 ab MNL Domestic Airport Terminal auf nach Puerto Princessa, Palawan.
Flugzeit netto: 55min only. Schock bei Ankunft PPS: Ein Imigration Officer überprüfte die Pässe alle Ausländer
nach Ankunft. Das war für einen Inlandsflug innerhalb der Philippinen eine neue Erfahrung für mich...
Entgegen erster Befürchtungen war der gute Mann dann aber mit meinem deutschen Personalausweis zufrieden;
meinen Reisepass hatte ich nämlich nicht dabei. Am Airport PPS kurz auf das Gepäck gewartet, einen Porter (20P Tip)
klargemacht der unser Gepäck zu einem bereitstehende Tryc schleppte - und ratzfatz ab ins "Resort"
CASA LINDA INN welches wir bereits tagszuvor für eine Nacht telefonisch reserviert hatten (50P pro
Tryc ca. 10 Min Fahrzeit). Ankunft dort 10.30 Uhr.
Nach Inspektion der beiden Cottages (Aircon Rooms, je 800P) erst mal eine kurze Pause, dann Lunch im CASA LINDA Restaurant:
Cheeseburger mit Pommes (130P), 2SMB + 2 Sprite + Thuna mit Vegetables mit Rice und allem möglichen weiteren Gelumpe
- alles in allem für uns 3 keine 600P bezahlt. Nicht prall, aber akzeptabel. Das kleine Resort machte auf mich einen
sehr gepflegten Eindruck. Vielen Dank für die Empfehlung, liebe Philboards Member! Man findet hier durchaus Ruhe
(~200m von der Hauptstraße) und kann ein eiskaltes SMB genießen. Die Cottages sind allesamt sehr einfach eingerichtet,
aber sauber und nicht verpekt. Die Nähe zum Airport und Downtown ist ebenfalls vorteilhaft.
Das Essen, nun ja, der Brüller ist es nicht, aber essbar und wer Wert auf Fine Dining legt, der ist in 10 Minuten zu Fuß schon am
KaLui Restaurant (über das ich später noch ausführlich berichten werde).
Ich würde mich übrigens nicht darauf verlassen, dass man im Casa Linda auch immer ein Zimmer bekommt,
denn das Resort ist relativ bekannt und ebenso beliebt. Oft sind auch mal alle Cottages belegt.
Aber nothing to worry about, es gibt in der Nähe auch noch andere, gleichwertige Unterkünfte.
Crocodile Farm
Wieder kurze Pause, gegen 13.30 Uhr noch ein weiteres mal zwei Trycs klargemacht - Ziel Crocodile Farm:
Pro Tryc 250P bezahlt (für die Fahrt hin, Wartezeit und wieder zurück). Eintritt Crokofarm: 40P pro Person only.
Kann man sich gerade noch leisten...
Ich hatte ja von dieser Farm nicht wirklich viel erwartet - hier im Forum wurde von irgendjemandem sogar
von einem Besuch abgeraten. Umso mehr war ich gespannt. Die ganze Anlage erinnert mit ihrem Erscheinungsbild
irgendwie an Jurassic Park...
Nunja, erstmal wurden wir von einem 'Ranger' empfangen und mit anderen Touris (Filipinos) zu einer
Besuchergruppe geformt. Eine kurze Anprache, dann ab in eine Art "Klassenzimmer" mit Videovorführung.
Natürlich auf Tagalog. Kein Wort verstanden, aber nette Bilder :) . Kalt - wegen Megaaircon.
Mit leichten Erfrierungen den Showroom verlassen, ab nach draußen in Gebäude, die wie Gewächshäuser aussehen.
Jede Menge kleine Krokis in dem Laden! Gelagert in Beton,- und "Badewannen". Je nach Alter und Größe.
Keine Ahnung, ob man die Haltung dort als artgerecht bezeichnen kann. Aber von meinem subjektiven Eindruck her,
ist eine deutsche Legehennenfarm wesentlich brutaler! Natürlich wollte ich es mir nicht nehmen lassen
auch einmal so ein kleines Viech zu halten. Also auf die Frage des Rangers "Wer traut sich?" totesmutig
die Hand gehoben (wohl wissend, dass das kleine Kroki sein Maul zusammengeschnürt bekommen würde *lol*.
"Hold it tight" - die Ansage griff ich gerne auf. OK, Frauchen noch schnell ein paar Fotos knipsen lassen
und das Tier wieder zurückgegeben; die Hände anschließend gründlich gewaschen. Einige andere bekundeten
dann auch noch Interesse an einem Pictorial und so zog sich das ganze etwas.
Gut - weiter gings - raus aus dem 'Gewächshaus' rein in den Garten. Dort erwarteten uns dann noch
ein paar undurchsichtige Ansagen des Rangers was das Freigelände betraf. In der Ferne sollten die
richtig fetten, bis zu 8m langen, Brummer im Gebüsch lauern. Steinalt sollten sie teilweise sein.
Und gefährlich (Ach was...). Zu sehen bekamen wir sie jedenfalls nicht... Naja, alles irgendwie trotzdem interessant.
Nur was mit den "Verwendungszweck" - oder besser die "Bestimmung" - der Krokos auf der Farm betraf,
darüber machte ich mir dann doch so meine eigenen Gdanken. Ich meine etwas in der Art verstanden zu haben
wie "Auswilderung", persönlich hatte ich jedoch irgendwie das ungute Gefühl, das Schiksal des ein- oder
anderen Animals wäre ein anderes: Ein Leben nach dem Tod - in Form eines Portemonaies vielleicht
(Pfui, wie kann ich so etwas nur denken)...
OK, der Ranger hatte sich dann irgendwie still und heimlich aus dem Staub gemacht und uns,
seine Schutzbefohlenen, auf dem Gelände allein gelassen. Hmmm, ist mir erst bewusst geworden,
als ich die Besichtigungsplattform auf dem Aussengelände, in Form einer Art Brücke, wieder verlassen hatte.
Der weitere Weg führte in irgendeine Art Zoo. Gar nicht mal schlecht soweit. Wir begegneten einem philippinischen Bearcat,
einem Papagei, einem Ungoy und diversen anderen, weniger spektakulären Lebensformen. Alle Tiere natürlich hinter sicheren
Mauern oder in Käfigen.
Alles in allem haben wir gut zwei Stunden auf der Crocodile Farm verbracht.
Mehr Zeit dort zu verbringen lohnt sich eigentlich nicht. Dennoch würde ich einen Besuch auf
der Farm empfehlen. Wer nicht weiß, was er an einem Nachmittag in Puerto Princessa unternehmen
kann oder möchte, sollte dieses Ausflugziel doch mal ins Auge fassen.
Für uns galt der Besuch damit als beendet und wir begaben uns zurück zum Parkplatz, wo unsere
Tryc-Driver bereits auf uns warteten. Nach einer unspektakulären Rückfahrt waren wir keine 30
Minuten später bereits wieder im CASA LINDA INN.
Trip nach Port Barton - Vorbereitung
Dort angekommen, gönnten wir uns keine Pause sondern machten uns gleich dran für den folgenden Tag den geplanten Trip nach Port Barton vorzubereiten. Ich hatte leider keine Gelegenheit unseren gesamten Palawan Trip - also auch nicht die Tour nach Port Barton - umfassend im Vorfeld zu planen, da diese Reise eine spontane Idee war. So wusste ich lediglich von einer kurzen Internetrecherche dass es zwei Möglichkeiten gibt nach Port Barton zu kommen. Die eine ist mit dem Jeepney, der wohl täglich von PPS nach Port Barton fahren sollte und die andere ist mit einem angemieteten Van. Die Jeepney Lösung erschien uns aus drei Gründen für ungeeignet: 1. Es gab keine Garantie, dass dieser Jeep fahren würde, 2. Andere Touris und auch der Cas Linda Staff hatte davon abgeraten, 3. Die Fahrtzeit / Komfort. Also blieb nur der Van. Meine Frau hatte am Flughafen die Calling Cards diverser Transportunternehmer eingesammelt (und ich mir in die Hand drücken lassen). So riefen wir nun einem nach dem anderen an (besser gesagt, meine Frau rief an, so fällt der 'Langnasenzuschlag' weg...) und verhandelte über den Fahrpreis. Das Bargaine gestaltete sich als äußert schwierig, da exorbitante Forderungen bezgl. der Transportkosten gestellt wurden. Alle nannten als ersten Preis 3500-4000 Peso. Nach 20 Text Messages und 10 Telefonaten fanden wir jemanden der uns für 3500 nach Port Barton bringen würde. Darunter war nix zu machen. Jedenfalls nicht in der kurzen Zeit, den wenigen Stunden, die wir vor Ort für unsere Planungen zur Verfügung hatten. Die 2500P die in anderen Berichten als Preis genannt wurden kann ich nur als veraltet bezeichnen. Oder als Riesenglück :)
Wie auch immer, wir hatten jedenfalls für den nächsten Tag alles arrangiert.
Den späten Nachmittag oder besser frühen Abend unseren ersten Tages sind wir dann noch mal auf nach PPS "Downtown". Wir mussten unbedingt noch unsere Bargeldreserven aufstocken (Ganz wichtige Empfehlung: Immer BARGELD dabei haben, wenn man aus PPS raus ist!!). Also noch mal Kohle am ATM geholt (jede Menge Banken, jede Menge ATMs...) 18P fürs Tryc - die Fahrt dauerte vom Resort nach Downtown nur ~10Min. "Dinner" im Jolybee, kurz noch mal bei Mercury Drug rein und ´nen paar Pillen & Drops gekauft. PPS Downtown lohnt sich nicht wirklich - also nix wie weg da. Wieder zurück zum Casa Linda - und das erste mal riiiiiichtig ausruhen :)