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September 2010

Travelblog Palawan - Teil 2 / 28.11.2006

Puerto Princessa, Greenviews Resort, Summer Homes Resort

Port Barton - Anreise von Puerto Princesa

Tüdellüdellüt-Tüdellüdellüt.brrrrr.Tüdellüdellüt - Ahhhh - wie - was - wo?? Fieser Ton! Und das um 6 Uhr morgens... Meine Frau hatte sich also erfolgreich um die Klingeltonundweckrufkonfiguration meines Handies gekümmert. Eine interessante Startsequenz für einen Tag! Die Sachen für unseren Trip nach Port Barton waren ja schon (oder besser: noch) gepackt.

Kurzes Breakfast im Restaurant des CASA LINDAs. 2 x philippinisch 1 x American BF (150P) für mich. Viel zu teuer aber dafür mit Liebe gemacht: 2 Riesenscheiben getoastetes Weißbrot (bissfest) und ein Hauch von Butter und Marmelade dazu... Egal, zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht wissen, dass es sich als vorteilhaft erweisen sollte die Weiterreise mit wenig Nahrung im Bauch anzutreten.

Keine 2 Stunden später: STAUN! Der Driver war schon da und erkundigte sich nach uns an der Rezeption. Hätte ich nicht gedacht. Einen ganze Stunde früher als vereinbart. Schnell die Rechnung bezahlt, noch eine Reservierung für die Rückreise durchgeführt und Das Gepäck in den Van verladen. Los gings, nachdem wir dem Fahrer 2000P der vereinarten 3500P als Anzahlung geleistet hatten. Die Kohle hatte der dann aber auch gleich in einmal Volltanken investiert. Geplant hatten wir gegen 12 Uhr mittags in Port Barton einzutreffen.



Erst einmal quer durch PPS gefahren, dann rauf auf den Highway. Die Straße war echt ok und gut befahrbar. Kann man mit einer durchschnittlichen Bundesstraße hier in D vergleichen. Eine Stunde ging es etwas auf dieser Straße voran. 123Km waren es genau (Der Beschilderung nach) bis zu einer Kreuzung, wo wir Richtung Port Barton abbogen.
Hier noch mal ein kurzer Stop - nicht etwa Zwecks Pinkelpause - nein - die Bremsen mußten runtergekühlt werden:


Rumpel die Pumpel - Holter die Polter. So viel zum Thema gut ausgebaute Straße. Ich war ja von anderen Philippinenenreisen schon einiges gewohnt. Aber was hier jetzt folgte war riiiiiiichtig böse. Eine Dirty Road der übelsten Sorte!



Gott sei Dank hatten wir einen Van mit Vierrad Antrieb und nicht den Jeepney genommen!!! (Der wäre an diesem Tage übrigens auch gar nicht gefahren...) Mamamia. Den Fahrer tangierte das alles nicht - der bretterte mit 80km/h über die Piste, keine Angst, dass ihm die Karre auseinanderflog... BergaufBergabBergaufBergab - die nächsten ca. eineinhalb Stunden hatten es wirklich für sich. Hart an der Kotzgrenze. Man muß echt warnen: Für Leute mit einem Bandscheibenvorfall oder klapprigem Knochenbau ist das nix. Wirklich nicht.

Ich versuchte zwischenzeitlich noch ein paar mehr Fotos in Extremsituationen zu machen, muß aber eingestehen, daß mich der Mut verlaß. Das Durchschütteln war übrigens nur das eine Problem. Das andere war der Matsch. Zwei bis drei mal haben wir uns an relativ steilen Stellen festgefahren, so dass der Fahrer den Karren nur mit Mühe wieder aus dem Dreck ziehen konnte. Bergab war es zeitweise eine reine Rutschpartie. Manchmal machte ich die Augen zu, jedenfall immer dann, wenn es dicht an den Steilhängen entlang ging, die nicht befestigt waren. [Hinweis: Für alle die, die beim Lesen dieses Berichtes nun die Lust an der Tour verloren haben gibt es aber auch Anlass zur Hoffnung: Die muddy Road ist bereits partiell befestigt und wird weiter ausgebaut, eine Fertigstellung scheint in nicht allzu ferner Zukunft möglich!]

Port Barton - Greenviews Resort

Gut durchgeschüttelt aber Gott sei Dank körperlich unversehrt erreichten wir Port Barton um 11.30 Uhr. Trotz aller Strapazen benötigten wir nur ca. 3 Stunden für die Fahrt. Nicht schlecht. Der Driver hat einen wirklich guten Job geleistet. Die 1500P, die wir noch zu zahlen hatten, gaben wir ihm gerne, er hatte sie sich wirklich verdient. Weil wir ihm nun auch ein gewisses Vertrauen entgegenbrachten ließen wir uns von ihm überreden, uns außerplanmäßig noch eine andere Unterkunft zeigen zu lassen: Das Greenviews. Ich hatte vom Greenviews auch hier im Forum schon sehr positives gelesen und war deswegen nicht grundsätzlich abgeneigt es mir einmal anzusehen, trotz einer vorhandenen Reservierung für das Summer Homes Resort. Also die Anlage ist wirklich nicht schlecht, der Zugang zum Greenviews Resort für zwar über eine monsterhäßliche 'Brücke', das Resortgelände selbst und insbesondere die Cottages dort sind erstklassig. Zweit bzw. drittklassig dagegen das dortige Management. Schon bei meinen Vorplanungen zur Reise war es mir nicht möglich jemanden vom Management des Greenviews telefonisch zu erreichen. Immer war nur die Maid (ohne Kompetenzen) am Telefon. Toll. Gleiches dann auch als wir uns die Anlage ansahen. Die Maid war es, die uns die Zimmer zeigte, Preise verhandeln durfte sie nicht. Auf meine Frage wo der Manager wäre die Antwort: "Sir, he´s not here, Sir". Ach was... Zusatzfrage meinerseits: "Can you please call him?" AW: "Sir, sorry Sir, no Sir.". Ahja. OK, ich hatte dann keinen Bock mehr. Meine Frau versuchte es noch mal auf Tagalog, aber auch sie schüttelte nur den Kopf und meinte dann, wir sollten besser gehen. Das taten wir dann auch - zum

Port Barton - Summer Homes



Die Anlage des SH ist vom Greenviews keine 200m entfernt. Unser Van war dort noch in unmittelbarer Nähe geparkt. Rein in die Anlage, vom Staff sofort freundlich begrüßt, sogar mit Namen angesprochen. Wir hatten eine Cottage (hmmm, eigentlich kein passender Name für das Quartier, da aus massivem Stein gemauert...) sowie einen Raum im "Hotelkomplex" gemietet. Cottage für 750P / Nacht // der Raum 350P. Eigentlich wollten wir zwei Cottages mieten, leider waren die anderen jedoch alle belegt - also auch hier Reservierung empfehlenswert!!. Von der Anlage war ich richtig begeistert. Sehr schön - auch im Detail - gestaltet. Gepflegter englischer Rasen, schöne Bepflanzung und direkte Sicht auf die Bucht. Die Unterkünfte selber allesamt pikobello sauber, Handtücher thaistylemässig gewrapped ausgerichtet auf dem Bett plaziert. 5 Halogenstrahler in der Decke (statt der sonst üblichen einzelnen Glühlampe mittem im Raum) eingearbeitet. Bodes des Wohnbereis gefliest, Bad auch. Die Sanitärinstallation hundertprozentig funktionsfähig. Es gab wirklich absolut nichts auszusetzen. Tiptop in Schuss der Laden.



Einziges Manko, Strom wurde nur in den Abendstunden von 18.00 bis 24 Uhr zugeschaltet und manchmal morgens oder mittags für jeweils ca. eine Stunde . Nun gut, gegen Gebühr war der Staff befugt den hauseigenen Generator zuzuschalten (Kosten waren meine ich 50P/h). Das machte aber keinen Sinn, denn eine Aircon gab es nicht. Daran mag sich der ein- oder andere stören, ich tat es jedenfalls nicht. Obwohl die Sonne draußen voll auf Port Barton knallte, war es irgendwie nicht zu heiß in der Hütte. Jetzt war jedenfalls erst einmal Hunger befohlen: Wir gingen in das kleine Restaurant (4 bis 5 Tische Platz für max ~15-20Personen) und studierten die Speisekarte. Die war nicht wirklich umfangreich, aber es fanden sich doch interessante Gerichte darauf. Viel philippinisch / aisiatische (Thai) Gerichte und ein paar europäische. Alle Gerichte werden frisch zubereitet. Man muß manchmal ganz schön lange warten (bis zu einer Stunde) - aber es lohnt sich. Unsere Fisch und Fleischgerichte waren wirklich lecker. Hatte ich nicht erwartet, hatten wir alle nicht erwartet. Die Preise akzeptabel, nicht günstig. Aber man muß eben sehen, dass die ganzen Lebensmittel auch erst einmal in das Summer Homes kommen gebracht werden müssen. 80% wird immerhin von Puerto Princessa aus angeliefert. Da wollen wir uns mal nicht beschweren, nicht wahr?!



Inzwischen war es bei uns schon später Nachmittag geworden, nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten. Wir drei überlegten gemeinsam das Programm der nächsten Tage. Schnell wurden wir uns einig. Am Folgetag einen Daytrip zu den Wasserfällen, die anderen zwei Tage jeweils Bootsausflüge zu anderen benachbarten Inseln immer mit BBQ. Unser heutiger Anreistag war dagegen schon so gut wie gelaufen. No swimming?



Der Strand in Front of Summer Homes ist eigentlich nicht schön. Ok, er ist geharkt und es findet sich dort kein Müll, aber das Wasser wirkte irgendwie nicht sonderlich einladend wg. seiner braunen Trübung. Das mag sich aber auch nur bei unserem Besuch so dargestellt haben und muß nicht die Regel sein! Auf meiner eigenen Bewertungsskala würde ich die Strandqualität so ziemlich genau in der Mitte zwischen Sabang Beach Mindoro und White Beach Boracay einordnen. Wir wollten aber dennoch einmal schwimmen gehen. Deswegen wurden wir bereits heute "Tata" vorgestellt, dem Boatman, der uns am nächsten Tag zu den Wasserfällen bringen sollte. Ein netter Mensch : ) dieser Tata. Ok er und sein Boss kamen also nun mit ihrer kleinen Banka vorgefahren, luden uns drei auf und knatterten so 15 Minuten straight ahead in die Port Barton Bucht raus. Ziel war eine kleine Sandbank mitten in der Bucht aber immer noch in Sichtweite von PB. Hier fanden wir dann auch geeignete Badeparameter vor: Flaches, klares Wasser und feiner Sand. Kurz vor Sonnenuntergang beendeten wir das Badevergnügen und ließen uns zurück zum Resort bringen. Tata und sein Boss waren mit 250P für ihren kurzen Einsatz zufrieden. Abends genossen wir dann endlich einmal die Ruhe. Ein schöner Tag neigte sich dem Ende. Bei einem guten Buch nutze ich die Gelegenheit mir noch ein paar eisgekühlte SanMigs reinzuschrauben.