Travelblog Palawan - Teil 3 / 30.11.2006
Port Barton, Bigaho Falls, Pamuayan Falls
Port Barton - Summer Homes
Im Urlaub sollte man einen Tag auch mal entspannt angehen, deswegen war das Frühstück am Dritten Reisetag auf 8.00 Uhr terminiert.
Den Weckruf übernahm bereits am frühen Morgen 'Kollege Rooster' vom Nachbargelände aus. Breakfast im Summer Homes Resort - eigentlich kein nenneswertes Event.
Für Interessierte dennoch die Information, dass wir uns für ~300P zwei Portionen Pancakes und für mich ein American BF gönnten. Auch hier wurde vom Küchenchef
wieder mit Butter und Marmelade gegeizt - scheint übliche Praxis _überall_ auf den Philippinen zu sein. Dafür gab es für 50P fett Kaffe dazu (zum 'selberpressen')!
Schön schön schön. Soweit die langweile Einleitung dieses kurzen Reiseberichtes.
Bigaho Falls
Das Wetter war an diesem Tage nicht so der Knaller; Port Barton wurde noch von den Schlechtwetterausläufern des Taifuns Durian tangiert.
Es war bedeckt und leicht windig. Also haben wir unser Reiseprogramm so konfiguriert, dass wir auch diese Situation effektiv ausnutzen konnten:
Die naheliegenden Wasserfälle der Nachbarinseln wurden als Tageshighlights bestimmt. Boatman Tata und sein Boss warteten bereits auf uns und wir
legten gegen 9.30 Uhr ab. So etwa 20 bis 30 Minuten knatterten wir 3 auf der kleinen Banka stetig "geradeaus", bevor wir das erste mal anlegten,
um die Bigaho Falls bestaunen zu können. Zunächst erst mal runter vom Boot, die Wasserflasche unter den Arm geklemmt und Abmarsch.
Keine Ahnung wo es lang ging - Tata fungierte als Guide und wir stapften einfach immer hinter ihm her. Geradewegs auf einen Militärposten zu.
Ich hoffte jedenfalls das es wirklich die "befreundete philippinische Armee" war und nicht etwa die Jungs mit der anderen Feldpostnummer
(Abu Sayyaf Gangster)... Gott sei Dank hatte ich meine Uzi zu Hause gelassen und die Kameraden erkannten trotz ihres bekifften(??)
und besoffenen Zustandes, dass wir keine Bedrohung für sie darstellten. Also schnell vorbei... Jetzt gings ins schwerere Gelände.
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Nein, dichter Urwald war es nicht, lediglich heftiger Gras und Fahnbewuchs sowie Matsch,- und Sickergruben waren es, mit denen wir konfrontiert wurden.
'Astrein', dachte ich an dieser Stelle, dass ich mich für Jack-Wolfskin-Treter entschieden hatte und nicht, wie die Mädels, für simple Badelatschen!!
[Wer immer diese Tour in Erwägung ziehen sollte: Nicht in Badeschlappen!!]. Irgendwann passierten wir eine kleine Siedlung, die mir nahezu unbewohnt schien,
und erreichten am Dschungelrandgebiet einen Bachlauf, den wir stetig weiter stromaufwärts verfolgten. Mächtig glitschig und von daher nicht ganz ungefährlich.
Sicheres Schuhwerk erwies sich auch hier als Vorteil! So nach dreißig Minuten wurden die Mädels quengelig und auch meine Motivation ließ spürbar nach.
Warum? Nun, weil diese bescheuerten Wasserfälle überhaupt nicht näher zu kommen schienen... Aber schlußendlich sahen wir sie doch.
Endlich Zeit für eine Pause und ein Bad im glasklaren, eiskaltem Wasser. Was für eine Erfrischung. Die Wasserfälle selbst machten
dagegen keinen spektakulären Eindruck auf mich.
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Sind halt doch nur Wasserfälle - so in der Art, wie man sie auch an tausend anderen Stellen der Philippinen findet.
However, nach etwa 10 bis 15 Minuten Rast begaben wir uns auf den Rückweg. Eine ätzende Schwüle machte uns ganz schön zu schaffen,
ich schwitzte wie ein Schwein. Und alle Wasservorräte waren aufgebraucht. Mist - hätten wir bloß mehr als eine Literflasche voll mitgenommen!!
Zurück am Strand war der Militärkontrollposten zwischenzeitlich aufgelöst. Also schnell rauf aufs Boot, um das Sekundärziel anzusteuern:
Pamuayan Falls
Misstrauisch bei unserem Tourguide und Boatman Tata nachgefragt, ob der Weg zu den Pamuayan Falls ähnlich beschwerlich sei, wie der zu den Bigaho Falls,
verneinte dieser energisch. Aus dieser Info saugten wir Drei jeder zwei Einheiten Abenteuerlust und Motivation. Die Bootstour brachte uns wieder näher
an Port Barton heran, es war demnach schon sinnvoll die "Attraktion" Bighao Falls vorzuziehen. Zwischenzeitlich hatte ich jedes Zeitgefühl verloren,
irgendwann um die Mittagszeit gingen wir wieder an Land. Der Strand war eigentlich recht schön, sehr weitläufig, erinnerte mich stark an das nordfriesische Wattenmeer.
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Auch hier fanden wir diese typischen kleinen Sandhügel, wie sie Wattwürmer ausscheiden. Wahrscheinlich war es hier irgendein philippinisches Wurmtier
und nicht der klassische Wattwurm, der sich für diese kleinen Anhäufungen verantwortlich zeichnete. Wir mußten eine ganze Weile laufen,
passierten ein kleines Dorf, kamen an einen Feldweg und dann nach wenigen Minuten an den Wald - oder besser Dschungelrand.
"Das kommt mir irgendwie bekannt vor...", dachte ich und ahnte böses. Sollte nun entgegen Tatas Versprechungen doch eine weitere beschwerliche
Dschungelexpedition anstehen? Die Gedanken meiner Frau und die ihrer Schwester mußten wohl in die ähnliche Richtung gegangen sein.
Wir sahen uns sprachlos an, aber folgtem unserem Guide dann dennoch kommentarlos. Wieder die §!/%&§$"/ - Schwüle! Das Wasser lief mir am Ar*** runter.
Ähnlich wie zuvor hatten wir keinen Anhaltspunkt wohin es genau gehen sollte, wie lange es dauern würde und viel schlimmer noch:
ob sich die Strapazen diesmal lohnen würden! Die Umgebungsparameter waren fast die gleichen wie wir sie bereits am Vormittag erlebt hatten:
Bachläufe, glitschige, rutschige Steine und Felsen.
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"Hoffentlich bricht sich keiner von uns die Haxen", dachte ich besorgt. Dann hätten wir in der Tat ein ernstes Problem!
Die nächste Stunde - es war bestimmt eine Stunde! - ging es weiter beschwerlich voran. Doch dann waren wir endlich am Ziel.
Die Pamuayan Falls waren in der Tat eine Klasse besser als die anderen Falls, denen wir zuvor begegneten! Hier konnte man auch
noch viel besser baden als bei den Bighao Falls. Leider hatten wir nur einfache Verpflegung (so´n Kekszeug und Crackers etc) mit dabei
- und kein Wasser. Das war ein Kardinalfehler, für den ich mich hätte ohrfeigen können! So ein Mist, verdammter! Jeder Anfänger nimmt
auf solchen Expeditionen immer ausreichend Wasser mit... Ich hatte Brand wie eine Bergziege und war drauf und dran einfach das Wasser
der Fälle zu saufen, ließ das aber dann doch bleiben, weil ich mir bei einer früheren ähnlichen Expedition bei so etwas mal ganz böse
den Magen verkorkst hatte. So 30 Minuten reichten uns dann auch an dieser Stelle.
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Wir wollten jetzt einfach alle nur noch nach Hause. Also erst mal diesen ganzen beschwerlichen Weg durch den Flußlauf etc. wieder zurück.
Mein - Nein, nicht nur mein - Bedarf an Waterfall Impressionen war gesättigt. Ich war so was von heil froh, endlich wieder im Boot zu sitzen,
ganz ehrlich! Die 15-20 Minuten zurück nach Port Barton spulten wir recht schnell ab. Übrigens, hat der ganze Spaß für die Bootsmiete und
die Guides 1500P gekostet und nicht, wie ursprünglich angenommen und ausgeschildert nur 800P. Da war ich dann auch leicht angesäuert,
weil solche spontanen Preisanpassungen liebe ich eigentlich gar nicht. Allerdings hatte ich auch keinen Bock auf Diskussionen und zahlte eben.
Meine Frau, ebenfalls von der Preispolitik angesäuert, brachte dann später in Erfahrung, dass die im Raume stehenden 800P
als reine Nettobootsmiete für ein Ausflugsziel anzusehen seien. Und wir hatten eben zwei Ziele angesteuert.
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Fazit: Ich persönlich würde die Tour so wie zuvor beschrieben nicht noch einmal machen. Die Bighao Fälle lohnen sich nicht wirklich,
es sei denn, man steht auf derartige Trecking Touren. Soll ja solche Menschen geben smile.gif - Wie auch immer, das Erlebnis steht
in keinem akzeptablen Verhältnis zum Aufwand, finde ich. Stattdessen würde ich empfehlen nur und ausschließlich die Pamuayan Falls auzusuchen.
Dieser Programmpunkt ist von Port Barton ein ideales Halbtagesausflugsziel. Man sollte aber auch hier nicht zu viel erwarten.
Wichtig für diese Unternehmung: Geeignetes Schuhwerk (keine Badelatschen!!), ausreichend Wasser und evtl. ein Lunchpaket
(unterwegs kann man nichts kaufen!), Badesachen und jede Menge guter Laune.